Die japanische Spieleindustrie ist in der Krise. Das Marktvolumen im eigenen Land schrumpft und die neuen Games kommen auch im Westen nicht so gut an.

Zeiten sind vorbei, in denen Japan die Vorherrschaft in der Videospielindustrie hatte. Nach dem Videospielcrash in den USA, hatten Nintendo und Sega den Videospielen wieder zu einem guten Ruf verholfen. Nintendo ist noch immer sehr gut dabei, und auch Sega bringt zwar keine Konsolen mehr heraus, aber trotzdem gute Spiele.

Die japanischen Spiele hingen 5 Jahre zurück, sagt Keiji Inafune (Erfinder von Mega Man). Aber vor allem die Nischen-Haftigkeit der Spiele ist das Problem. „So was lässt sich nur in Japan verkaufen.“ Bei manchen Spielen ist dem sicher so, aber dennoch kommen viele Spiele, die sicher tauglich wären für den US- und Europa-Markt, ohne großes Marketing raus oder verlassen die Insel gar nicht.

Spiele wie Professor Layton sind auf der ganzen Welt beliebt. Vor allem Nintendo hat es geschafft mit ihren Games den Zeitgeist der Menschen zu erreichen. Ob es Fitness-Spiele mit dem Balance Board sind, oder Mario Kart mit einem Bewegungscontroller: diese Spiele verkaufen sich zig-Millionen-Fach. Nintendo kann dabei natürlich auf seine Protagonisten und seinen Namen bauen.

Doch was sollten japanische Entwickler tun? Ihre Spiele verwestlichen? Dann würden großartig andersartige Spiele wie Killer 7 gar nicht rausgekommen sein. Wenn die Japaner ihre Spiele selber nicht mehr spielen wollen, vielleicht dann die Otakus (Anime-Freaks) oder Japan-Fans der westlichen Welt. Die Originalität der Spiele dürfte nicht verändert werden. Man muss die Spiele den Leuten nur schmackhaft machen, wie zum Beispeil Catherine.