by Keiji

Der Himmel, ein kleines Flugzeug und ein humanoider Hund. Mit Solatorobo – Red the Hunter hat CyberConnect2 ein Action-RPG für den DS geschafen, das 15 Jahre in der Entwicklung war, und eigentlich der zweite Teil der „Little Tail Bronx“-Saga ist. Aber haben sie damit einen der letzten Juwelen für den DS entwickelt?

Die Story:

Red ist ein furchtloser Schatzsucher der mit Chocolate, seiner Co-Pilotin, einen Schatz nach dem anderen sucht. Doch bei einem Raub in einem der Kriegsschiffe der militärischen Organisation Kurvaz erscheint plötzlich ein riesiges Monster. Nach der Flucht bemerkt Red das ein blinder Passagier auf dem Schiff ist, ein geheimnisvoller Junge, der etwas mit dem Monster zu tun hat.

Damit startet Solatorobo, die Story wird von Kapitel zu Kapitel interessanter und auch die Charaktere werden nach und nach immer sympatischer, je mehr man von ihnen erfährt. Wenn man aber nicht nur von Kapitel zu Kapitel spielen will, so kann man zahlreiche Missionen nachgehen, um an Geld zu kommen, das man dann in sein kleines/n Flugzeug/Roboter investiert.

Das Kampfsystem:

Ja, dieser Kleine „Transformer“ ist das wichtigste Bestandteil in den Kämpfen. Mit seinem Roboter kann Red Gegner angreifen: Doch wie macht er das ohne Waffen? Man wirft einfach alles was man findet auf den Genger. Kisten, Bomben oder kleinere Gegner werden einfach gehoben oder gefangen und hinterher geworfen. Je größer der Gegner desto schwierieger ist es ihn zu heben. Doch es gibt auch Gegner die durch spezielle Manöver angegriffen werden müssen. So muss man z.B. die kleineren Gegner als Projektil benutzen oder man muss die Kugeln die auf einem abgeworfen werden abfangen und werfen. Ein simples System, das aber Spaß verspricht und verschiedene Strategien ermöglicht. Die Steuerung dabei ist unkompliziert und intuitiv so das man sich ganz in das Kampfgetümmel werfen kann.

Das Artwork:

Das Highlight des Spiels ist sein Aussehen. Wunderschön animierte Sequenzen, detaillierte Welten und unverwechselbare Charactere. Einfach Alles im Spiel sieht wunderbar aus: Städte, Gegner, Flugschiffe etc. Man merkt die Liebe zum Detail und die viele Arbeit, die investiert wurde. Vor allem gefielen mir die humanoiden Tiere.

Im Spiel gibt es keine Menschen im herkömmlichen Stil. Alle Charaktere sind humanoide Katzen und Hunde. Genau das unterscheidet das Spiel von anderen, es ist eine vollkommen neue Welt in jeder Hinsicht.

Die Musik:

Der schwächste Punkt ist die Musik des Spiels. Zwar hat es ein wunderschönes Intro das man gern wieder und wieder hört. Doch die Ingame-Musik ist leider weniger gelungen. Auch die gesprochenen Sätze der Character nerven auf die Dauer.

Das Rennspiel:

Auch das Flugzeug-Rennspiel ist meiner Meinung nach ein weiterer Schwachpunkt des Spiels. Zwar ist die Idee gut und die verschiedenen Flugzeuge die man nehmen kann interessant, so ist aber die Steuerung leider etwas schwach und die Langzeit-Motivation fehlt.

Fazit:

Solatorobo – Red The Hunter ist ein gelungenes Spiel das zeigt das CyberConnect2 immer für eine Überraschung gut ist. Seit denn .hack-Spielen bin ich Fan und würde nur zu gern mehr von ihnen hören. Für Fans von Solatorobo schlage ich vor sie sollten das Playstation Spiel „Tail Concerto“ suchen. Der Indirekte Vorgänger spielt sich ähnlich und ist ebenso gelungen wie sein DS-Nachfolger.

Insgesamt ein gut gebautes Spiel bei dem die Erzählweise der Geschichte und die Steuerung bei Kämpfen überzeugt. Mit so einem Spiel kann der DS nun in Frieden ruhen.🙂