Ein Erlebnisbericht von Keiji…

Meine erste Konsole

An meine erste Konsole erinnere ich mich noch heute: Ein Super Nintendo. Davor kannte ich Videospiele nur durch meine Cousins oder Freunde, zu denen ich immer hinging, um zu spielen. Lange Zeit nervte ich meine Eltern, dass ich auch eine Konsole haben wollte. Welche war mir damals schon klar: Es musste die sein, mit der ich Mario spielen konnte. Vielleicht weil ich noch keine andere kannte, vielleicht weil es in meinem Freundeskreis nur Nintendoianer und keine Segaisten gab, warum auch immer, wollte ich eine SNES. Es war Weihnachten vor genau 17 Jahren da hielt ich sie in meinen Händen. Meine erste Konsole. Und damit auch mein erstes Spiel für sie: Super Mario World.

Für mich, der davor nie Super Mario Bros. 2 oder 3 gespielt hatte, war es ein ungewöhnlicher sprung: Vom ersten Super Mario Bros.  zu World. Die Grafik war im Vergleich zu Allem, was ich davor kannte, einfach überragend. Kleine Details, wie die Gegner oder bei Mario selbst, konnte man nun endlich erkennen. Er sah nun richtig aus wie auf dem Cover. Auch die Levels waren so farbenfroh wie kein anderes Spiel, das ich bis dahin gespielt hatte. Jedes Level war einzigartig auf seine Weisse.

Story

Die Story war wie üblich. Prinzessin Peach und die kleinen Yoshi-Babys wurden von Bowser entführt. Mario und Luigi machen sich auf, um sie zu retten und begeben sich ins Land der Dinosaurier. Doch um gegen Bowser anzutretten müssen sie erst seine Koopa Kinder, jedes in seinem eigenen Schloss, besiegen. So beginnt Super Mario World. Wie immer auf der Suche nach der entführten Prinzessin, aber für mich damals noch vollkommen neu.

Steuerung

Die Steuerung war wie gewohnt. Eine Taste zum Springen, eine zum Rennen oder Feuerbälle zu schleudern. Aber der SNES-Pad hatte noch zwei Tasten über, daher bekam Mario gleich den Dreh-Sprung um Blöcke zu zerstören. Mehr brauchte man auch nicht. Damit war man startklar für das Abenteuer, das mir viele Überraschungen bescherte.

Weltkarte

Was mich am meisten überraschte war die riesige Weltkarte. Es gab eine große Welt mit 8 verschiedenen Gebieten (und zwei geheimen Gebiete). Und jedes Gebiet hatte seine Geheimnise. Versteckte Schalter, um Blöcke frei zu spielen. Geheime Levels und Abkürzungen, die zu neuen Gebieten führten. Und dazu in jedem Gebiet eine Burg mit einem Endgegner am Ende.

Jedes Gebiet war anders. So gab es eine unterirdische Welt, eine Gebirge-Welt oder einen Irrgarten-Wald. Insgesamt gab es 74 Level und manche Level hatten mehrere Ausgänge.

Schaffte man die Bonus-Latte zu berühren, konnte man hinterher noch ein Mini-Spiel spielen um Power-Ups oder Leben zu kriegen. Man konnte Wochen lang spielen und immer wieder neues Entdecken.

Doch wie konnte man von dem Punkt an wo man aufhörte weiter spielen? Speichern war das Zauberwort. Obwohl ich damals keine Ahnung hatte wie wichtig dies für die Zukunft von Spielen sein würde, war ich begeistert davon nicht immer von vorne anfangen zu müssen. Es gab nun Speicher-Möglichkeiten nach absolvieren von Burgen, Geisterhäusern oder Schaltern. Der bis dahin geschaffte Weg wurde zwar gespeichert, doch Leben und Status nicht. So haben wir damals wenn wir 99 Leben hatten auch mal die Konsole die Nacht lang angelassen um nicht von vorne nach Leben suchen zu müssen.

Power-Ups

Wir ließen sie aber auch aus einem anderen Grund die Nacht über an. Wegen den Power-Ups. So konnte man sich eine Feder holen, um Mario ein Cape zu verpassen und damit zu fliegen. Der Himmel kannte keine Grenzen. So konnte man geheime Gebiete finden oder einfach an allen Gegnern vorbeifliegen.

Doch es gab auch altbewährte Power-Ups wie die gute alte Feuer-Blume, die bei Endgegnern immer wieder nützlich war. Oder der Power -Stern mit dem man durch alle Gegner durchrennen konnte und so ein paar Leben dazu verdienen konnte. Bei manchen Levels gab es auch einen Ballon mit dem Mario zu einem dicken Heißluftballon wurde und durch das Level schwebte, was sich einfacher anhört, als es ist. Wer mehr als ein Power-Up fand, konnte immer eines in der Reservebox lassen und für später behalten. Mit einem Tastendruck konnte man so von Cape zu Feuer wechseln oder zurück.

Yoshi

Das beste aller Power-Ups (wenn man ihn so nennen kann) war Yoshi. Ein kleiner grüner Dino, den man als Reittier benutzen konnte. Mit seiner Chameleon-langen Zunge konnte er alles essen, was im vor die Nase kam. Doch seine wahren Stärken kamen hervor wenn er Schildkröten Panzer aß. Mit den roten spuckte er Feuer, der grüne wurde einfach wieder ausgespuckt und als Geschoss benutzt, mit dem Gelben konnte er die Erde Beben lassen und der Blaue (unser aller Liebling) gab ihm Federn an den Füßen, um damit fliegen zu können.

Wer es dann auch noch in die geheime Sternen Welt schafft, der kann dann sogar die verschiedenfarbigen Yoshis reiten. Diese hatten jeweils eigene Fähigkeiten je nach Farbe. So konnten sie egal welchen Panzer sie im Maul hatten, ihre eigene Fähigkeit benutzen. Der Rote spuckte immer Feuer, der Gelbe brachte immer die Erde zum Beben und der Blaue konnte immer fliegen. Ich erinnere mich noch heute daran, wie wir immer den Blauen haben wollten um alle Level zu umfliegen. Wenn ein Level zu schwer war, holten wir uns den blauen Yoshi und flogen einfach drüber. Leider klappte das nicht bei jeden Level, so mussten die Burgen, Geisterhäuser und Schalter ohne Yoshi gespielt werden. Yoshi musste immer brav vor der Burg warten bis wir fertig waren.

Kooperation

Am meisten Spaß machte das Spiel aber zu zweit. Einer spielte Mario und der andere Luigi. Man wechselte sich ab und spielte von einem Level zum nächsten. Jeder hatte seine eigenen Power-Ups und Leben. Wenn einer keine Leben mehr hatte, konnte der andere ihn welche geben und so konnte man ewig in Co-op weiter spielen. Gespielt wurde dabei mit einem oder zwei Controllern. So musste man sich nicht unbedingt einen zweiten Kontroler kaufen, um mit Freunden zu spielen.

Musik

Unvergesslich ist auch die Musik des Spiels. Noch immer erkenne ich sofort die Musik aus dem Spiel wieder. Dabei erinere ich mich noch an kleine Details, wie, wenn man Yoshi hatte, Bongos im Hintergrund zu hören waren oder wenn man weniger Zeit hatte die Musik plötzlich schneller war als sonst. Das Hauptthema des Spiels lässt sich in jedem Level wieder finden, doch immer leicht verändert. So wird es in Unterwasser-Levels langsamer gespielt und in Luft-Levels schneller.

Fazit

Noch heute spiele ich das Spiel gerne. Es gehört zu meinem Favoriten und meiner Meinung nach ist es sogar das beste Mario Spiel überhaupt. Obwohl es weniger Power-Ups hat als z.B Super Mario Bros. 3 oder keine Super-Sprünge wie bei New Super Mario Bros., finde ich gerade diese geringe Anzahl an Power-Ups und Sprüngen so interessant. Sie machen das Spiel etwas schwieriger: eine größere Herausforderung. Immer wenn ich das Spiel von neuem anfange, spiele ich es so lange bis ich jedes Level durch habe, um auch das letzte Geheimnis des Spiels zu lüften. Welches Geheimnis das ist? Spielt das Spiel und findet es selber raus! Ich hoffe es macht euch so viel Spass wie mir noch heute.