Fallout 3 zeigt, was ich an Spielen so mag. Was dies genau ist, verrate ich im Review.

Das Leben in der Vault – Der Prolog

Du hast ein gemütliches Leben. Du bist sicher aufgehoben, von dem Trubel draußen kriegst du nichts mit. Deinen Geburtstag feierst du mit Freunden. Kriegst Geschenke. Gehst zur Schule.

Dein Vater ist Arzt, nein, Wissenschaftler noch dazu.

Wo ist er jetzt? Ich muss nach Leuten suchen, die ihn vielleicht gesehen haben. Ich muss ihn finden. Was mache ich?

Du wächst behütet auf. Manche Leute können dich nicht leiden, aber eigentlich geht es dir ganz gut in der Vault. Du da draußen, der das liest, fragst wohl: Was ist eine Vault? Ich frage: Was ist da draußen? Ich kenne nur die Vault. Hier ist mein Zuhause.

Die Vaults. Sie wurden gebaut, vor dem Krieg. Eine Oase der Menschheit. Hier können die Menschen überleben. Überleben nach was?

Ich bin endlich entkommen und kann meinen Vater suchen. Es war schwierig. Was mache ich?

Atomkrieg. Alles ist kaputt.

Raus aus der Vault

So beginnt Fallout 3. Was mache ich, ist die große Frage, die sich dem Spieler stellt. Es ist ihm alleine überlassen, ob er jetzt Leuten hilft, oder sie einfach erledigt. Ob er Missionen nachgeht, oder lieber Leute ausraubt. Das Hauptziel dabei ist seinen Vater zu finden, von dem man nicht weiß, wieso er aus der Vault geflüchtet ist.

Es ist mir eines klar geworden über das Spielen selbst, was ich eigentlich schon vorher wusste, aber Fallout hat es mir wieder vor die Augen geführt. Spiele sind richtig gut, wenn sie einem Möglichkeiten eröffnen, sich zu entscheiden. In Fallout gibt es oft mindestens 2 Wege, wie man etwas schaffen kann.

So ist man nicht festgelegt, welche Waffen man benutzt. Man kann sich spezialisieren auf einen bestimmten Waffen-Typ. Ich habe mich für den Energiewaffen-Typ entschieden, und denke damit eine gute Wahl getroffen zu haben.

Die vielen Fähigkeiten machen das Spiel für jeden Spieler anders. So kann einer gut Leute ausrauben, was ihm aber schlechtes Karma einheimst. Der andere kann sich in Computer-Terminals einhacken, und so zum Beispiel Roboter auf seine Seite bringen.

Meinen Spiel-Stil würde ich „von allem etwas“ nennen. Außer Sachen, die das Karma mindern, davon halte ich mich fern, weil ich gerne so spiele, wie ich selber bin. Ich bin nicht aggressiv, versuche immer zu helfen, und klaue auch nichts. So habe ich ein lupenreines Karma.

Wenn man die Vault das erste Mal verlässt, landet man früher oder später in Megaton. Eine Stadt, die ein Besonderheit hat, die ich hier nicht offenbaren werde, weil ich nichts verderben will, für Leute die das Spiel nicht kennen.

Jedenfalls unterhält man sich mit den Leuten in der Stadt und findet erste Hinweise, wo der Vater nun steckt. So beginnt die Reise, in eine unbekannte Welt.

Nach ca. 30 Stunden Spielzeit, kann ich sagen, dass Fallout mir das Gefühl von damals beschert hat. Es hat eine Spieltiefe, die ich lange bei keinem anderen Spielen mehr hatte. Es gibt so viele Nebenmissionen, so viel zu entdecken. Auch nach 30 Stunden kehrt man gerne in das zerbombte Amerika zurück.

Von der Grafik bin ich begeistert. Mit wieviel Detail die Welt geschaffen wurde. Außerdem ist der Sound hervorragend! Die Musik entführt einen in eine alte Zeit, wo der American Dream noch am Leben war. Die Synchron-Sprecher machen auch einen guten Job. Das alles trägt zu einer Atmosphäre bei, die ich bei Spielen nicht oft gesehen habe.

Ich weiß nicht, wie lange ich noch an Fallout sitzen werden. Ich mache gerne erstmal die Nebenmissionen, und dann erst die Haupt-Story. Ich hoffe mal, es wird weiterhin so spannend weiter gehen.