Gamer der,: Eine Person, die sich in der Welt der Videospiele auskennt und dort wie zuhause fühlt.

Casual Game: ein Spiel gemacht für die einfachen Leute. Also für diejenigen, die sonst nicht zocken würden.

Ein Casual Game ist in der Regel nichts für die richtigen Zocker. Diese wollen nämlich ins Spiel eintauchen, brauchen Herausforderungen; ja, sie suchen gerade nach hohem Schwierigkeitsgrad und extraordinärer Komplexität innerhalb eines Spiels.

Dennoch bieten Casual Games oftmals auch einen Anreiz für routinierte Spieler. Sie wollen vielleicht ihren „unerfahrenen“ Freunden mal ein Spiel zeigen, das nicht schon der Steuerung wegen abschreckend wirkt. So hat doch schon mancher erlebt, wie er einem Bekannten den Controller überreicht hat und dieser bereits daran scheiterte, sich geradeaus zu bewegen. Was Gamer für selbstverständlich halten, ist für Normalsterbliche oftmals wie die Bedienung von 2 Analog-Sticks bei GTA 4: ein unüberwindbares Hindernis.

Demnach zeichnen sich Casual Games vor allem durch einen Einsteiger-Faktor aus. Sie bieten den Nicht-Gamern einen Einblick in die Welt der Videospiele, ohne sie zu überfordern.

Gerade Nintendo hat gezeigt, dass Casual Games vielen Leuten Spaß bereiten. So sieht man immer öfter, wie Senioren, denen die Kraft zu einem Bowlingbahnbesuch nicht mehr gegeben ist, zuhause die Wiimote schwingen und sich an einer virtuellen Sportanlage erfreuen. Oder Mütter, die aus Zeitmangel eine professionelle Yogagruppe ablehnen müssen und auf dem Wii Fit Board zu Zirkusartisten werden. Diesbezüglich sei vor allem die intuitive Steuerung mit neuen Eingabemöglichkeiten herauszustellen.

Es finden sich aber auch wieder Stimmen, die behaupten, dass die Entwickler sich nicht mehr genügend um die Gamer kümmern würden. Stattdessen sei der Casual Gamer als neue Zielgruppe etabliert worden. So seien diese zum einen in der Überzahl und die Produktion von Casual Games sei ohnehin kostengünstiger. Ich denke, dass ein guter Mix beide Parteien zufrieden stellen würde.

Außerdem stellt sich die Frage, wie aus nicht spielenden Leuten, richtige Gamer gemacht werden sollen. Überforderung ist an dieser Stelle keine Lösung. Der richtige Weg führt über die Casual Games, welche eine sanfte Begegnung mit der virtuellen Welt bieten können. Infolge solcher Annäherungsprozesse wird sich in Zukunft auch eine sonst nicht zockende Person an Spiele heranwagen, die an Komplexität und Schwierigkeit einiges zu bieten haben.

-VGStudies